Versicherungen für Studenten

Gesetzliche Krankenversicherung

Studenten sind gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 9 Satz 1 SGB V bis zum Ende des 14. Fachsemesters oder der Vollendung des 30. Lebensjahres in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig, wenn sie an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland eingeschrieben sind, unabhängig davon, ob sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, wenn aufgrund über- oder zwischenstaatlichen Rechts kein Anspruch auf Sachleistungen besteht.

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Berechnung der Fachsemester

Als Fachsemester zählen die Semester in ein und demselben Studiengang, weltweit. Bei einem Hochschulwechsel werden also die bisherigen Semester aus dem selben Studiengang angerechnet. Urlaubssemester zählen hingegen nicht. Bei der Berechnung der Fachsemester werden die aus einem Bachelor und einem konsekutiven Master zusammengezählt! Handelt es sich aber nicht um einen konsekutiven Masterstudiengang, so werden die Fachsemester des Bachelors nicht berücksichtigt.

Hochschularten

Ein Studium an einer Universität der Bundeswehr oder an einer Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung führt nicht zur Versicherungspflicht als Student, du hast in dem Fall Anspruch auf Heilfürsorge bzw. Beihilfe und bist daher krankenversicherungsfrei. Dies gilt gleichermaßen auch für Theologiestudenten, sofern du bereits zum Personenkreis nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 oder Nr. 4 SGB V gehörst.

Berufsakademien sind keine staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen. Studierende in dualen Studiengängen stehen heute den Beschäftigten zur Berufsausbildung im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 1 gleich, sodass sie auch nicht mehr als Studierende versicherungspflichtig in der GKV werden.

Studierende an privaten nicht staatlich anerkannten Hochschulen werden von der oben genannten Versicherungspflicht ebenso nicht erfasst.

Vorrangige Versicherungstatbestände

Der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht als Studierender sind eine Reihe von anderen Versicherungspflichttatbeständen vorrangig (siehe § 5 Abs. 7 SGB V). Nur ein Beispiel: Wer in seinem Erscheinungsbild nicht als ordentlich Studierender, sondern mehr als Arbeiter oder Angestellter gilt, ist als solcher versicherungspflichtig (oder versicherungsfrei nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB V bzw. § 7 Abs. 1 SGB V). Dies betrifft auch Studierende in echten berufsbegleitenden Studiengängen.

Studenten, die die Voraussetzungen für die beitragsfreie Familienversicherung nach § 10 SGB V über ein Elternteil, einen Ehegatten oder Lebenspartner in der GKV erfüllen, sind nicht als Student versicherungspflichtig, da die Familienversicherung der Versicherungspflicht als Student nach § 5 Abs. 7 SGB V ebenfalls vorrangig ist, es sei denn, der etwaige Ehegatte, der Lebenspartner oder das Kind des Studenten ist nicht versichert.

Wer als Student eine selbstständige Erwerbstätigkeit hauptberuflich ausübt, wird nach § 5 Abs. 5 SGB V nicht als Student versicherungspflichtig in der GKV.

Bist du nach den gesetzlichen Regelungen versicherungsfrei (u.a. § 6 Absatz 1 SGB V) oder von der Versicherungspflicht befreit, mit Ausnahme der Versicherungsfreiheit nach § 6 Absatz 2 SGB V und § 7 SGB V, bleibst du versicherungsfrei, auch wenn du die Voraussetzungen der Versicherungspflicht als Student in der GKV erfüllst. Wenn du während der Dauer deines Studiums als ordentlich Studierender einer Hochschule gegen Arbeitsentgelt beschäftigt und versicherungsfrei bist, bleibst du jedoch versicherungspflichtig als Student, wenn du die Voraussetzungen dafür erfüllst, die Versicherungsfreiheit bezieht sich dann nur auf deine Beschäftigung (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V, „Werkstudentenprivileg“).

Mit Studienbeginn von der PKV in die GKV

Wirst du mit Studienbeginn versicherungspflichtig in der GKV (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 Satz 1 SGB V) und warst bis dahin privat krankenversichert, kannst du dich entscheiden: entweder du versicherst dich in einer gesetzlichen Krankenkasse – wir stellen dir einen Mitgliedschaftsantrag zur Verfügung – oder du stellst einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht in der GKV (und bleibst damit privat krankenversichert). Deinen Vertrag beim privaten Krankenversicherungsunternehmen kannst du nach § 205 Abs. 2 VVG innerhalb von drei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht rückwirkend zu diesem Zeitpunkt kündigen. Dabei musst du deinem Versicherer den Eintritt der Versicherungspflicht innerhalb von zwei Monaten durch eine Bescheinigung der zuständigen Krankenkasse nachweisen. Wird diese Frist versäumt, ist die Kündigung unwirksam. Das Recht auf Kündigung des Versicherungsvertrages besteht auch dann, wenn eine Familienversicherung nach § 10 SGB V begründet wird.

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TK Logo und Focus Money Beste Krankenkasse 2018

Die Techniker Krankenkasse ist nicht nur unsere Empfehlung für Studierende, auch in Focus Money 07/2018 wurde die TK zum wiederholten Male zu „Deutschlands bester Krankenkasse“ gekürt. Neben den Leistungen sprechen über 370.000 versicherte Studenten bei der TK für sich.

Einige Vorteile für Studierende bei der Techniker Krankenkasse:

  • Zusatzbeitrag für 2018 auf 0,9 % gesenkt (und damit unter dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz aller gesetzlichen Kassen)
  • Kostenlose Beratung in den Campus-Betreuungsstellen an zahlreichen deutschen Hochschulen
  • Rundum-Schutz im Urlaub oder bei Auslandssemestern
  • Virtuelles GesundheitsCoaching
  • Mehrleistungen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen wie
    • Reiseschutzimpfungen
    • Vorsorgeuntersuchungen, z.B. Hautkrebs-Screening ab 20 Jahren
    • Alternative Heilmethoden wie Homöopathie und Akupunktur

Wir prüfen deine Mitgliedschaft bei der Techniker Krankenkasse

Wir prüfen, ob ein Wechsel zur bzw. eine Mitgliedschaft bei der Techniker Krankenkasse für dich möglich ist und stellen dir anschließend einen vorausgefüllten Mitgliedschaftsantrag zur Verfügung. Bitte fülle dazu das folgende Formular aus:

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Verlängerung der stud. Versicherungspflicht in der GKV

Im Ausnahmefall kann die Versicherungspflicht als Student nach Einzelfallprüfung durch die gesetzliche Krankenkasse auf Antrag verlängert werden (also über deinen 30. Geburtstag oder das 14. Fachsemester hinaus) und zwar wenn die Art der Ausbildung oder familiäre sowie persönliche Gründe, insbesondere der Erwerb der Zugangsvoraussetzungen in einer Ausbildungsstätte des Zweiten Bildungswegs, die Überschreitung der Altersgrenze oder eine längere Fachstudienzeit rechtfertigen. Nach Urteilen des Bundessozialgerichts geht das für den Fall nahtlos aneinandergereihter Hinderungsgründe wie Erkrankungen, Behinderung oder Erziehungszeiten aber maximal bis zur Vollendung des 37. Lebensjahres, dann ist endgültig Schluss mit der KVdS.

Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der GKV als Student

Wer als Student versicherungspflichtig in der GKV wird, kann sich durch einen Antrag bei der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht von dieser befreien. Dies geht jedoch nach einem Urteil des Bundessozialgerichts vom 27. April 2016 (Aktenzeichen B 12 KR 24/14 R) nicht mehr für denjenigen, der zuvor der Versicherungspflicht aus anderen Gründen unterlag.

Die Befreiung wirkt vom Beginn der Versicherungspflicht an, wenn seit diesem Zeitpunkt noch keine Leistungen in Anspruch genommen wurden, sonst vom Beginn des Kalendermonats an, der auf die Antragstellung folgt. Die Befreiung kann nicht widerrufen werden. Die Befreiung wird nur wirksam, wenn das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachgewiesen wird (zum Beispiel Folgeversicherungsbestätigung eines privaten Krankenversicherungsunternehmens).

Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung der Studenten (KVdS)

Der Beitragssatz für gesetzlich pflichtversicherte Stundenten setzt sich seit dem 1.1.2015 aus dem reduzierten Beitragssatz in Höhe von 10,22 % (sieben Zehntel des allgemeinen Beitragssatzes 14,6 %) und dem kassenindividuellen Zusatzbeitragssatz zusammen. Anschließend findet dieser Anwendung auf den BAföG-Bedarfssatz für nicht bei den Eltern wohnende Studierende (derzeit 649 €). Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz beträgt 2018 1,0 %, somit ergibt sich für Studenten ein Durchschnittsbeitrag von 72,82 € pro Monat. Für die gesetzliche Pflegeversicherung werden von jeder gesetzlichen Krankenkasse 16,55 € beziehungsweise für Kinderlose ab 23 Jahren 18,17 € erhoben (2,55 % / 2,8 % auf 649 €).

Freiwillige Versicherung in der GKV

Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht (mehr) familienversichert sein kann oder dessen Pflichtmitgliedschaft endet und auch keine neue Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung eintritt, wird automatisch ohne weiteres Zutun freiwilliges Mitglied bei seiner bisherigen gesetzlichen Krankenkasse (obligatorische Anschlussversicherung). Dies kannst du verhindern, indem du innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis deiner Krankenkasse über die Austrittsmöglichkeiten deinen Austritt erklärst. Dann ist aber ein entsprechender Nachweis über das Bestehen eines anderweitigen
Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall (zum Beispiel der „Folgeversicherungsnachweis“ eines privaten Krankenversicherungsunternehmens), der sich lückenlos an die vorangegangene Versicherung anschließt, vorzulegen.

Alternativ kannst du deine gesetzliche Krankenkasse für die freiwillige Versicherung auch direkt wechseln, bspw. zur TK. Dabei unterscheidet sich das Vorgehen je nachdem, ob du zuvor familienversichert warst (keine Kündigung erforderlich, Voraussetzungen des § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB V müssen erfüllt sein) oder pflichtversichert (bei der bisherigen gesetzlichen Krankenkasse wirksam zum Ende der Pflichtmitgliedschaft kündigen, dabei vor allem Bindungs- & Kündigungsfrist beachten, + Beitrittsvoraussetzungen des § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V erfüllen). Alternativ könntest du natürlich auch die freiwillige Mitgliedschaft bei deiner alten Krankenkasse unter Einhaltung aller „Regeln“ (u.a. Bindungsfrist beachten) ordentlich kündigen und du anschließend freiwilliges Mitglied bei einer anderen Krankenkasse werden. Sprich uns einfach ausreichend früh an, wenn du weißt, dass deine Familienversicherung oder Pflichtmitgliedschaft endet, um deine gesetzliche Krankenkasse dann wechseln zu können!

>> Jetzt freiwilliges Mitglied bei der Techniker Krankenkasse werden.

Bei Studierenden, die sich für die freiwillige Versicherung in der GKV entscheiden, findet gemäß § 245 Absatz 2 SGB V bis zu der das Studium abschließenden Prüfung, jedoch längstens für die Dauer von sechs Monaten, nur ein reduzierter Beitragssatz in Höhe von 7/10 des allgemeinen Beitragssatzes (14,6 %), also 10,22 %, Anwendung. Als beitragspflichtige Einnahmen werden mindestens 1.015 € angenommen (90. Teil der monatlichen Bezugsgröße: 2018 = 33,83 €, mtl. = 1.015 €), sodass sich für die Krankenversicherung 103,73 € zuzüglich des Beitrags unter Berücksichtigung des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes ergeben. Für die Pflegeversicherung zahlen Kinderlose über 23 Jahre 28,42 € beziehungsweise alle anderen 25,88 €.

Nach Ende des Übergangstarifs bleibt letztlich nur noch die „normale“ gesetzliche freiwillige Versicherung oder eine private Krankenversicherung. In der GKV wird dann der ermäßigte Beitragssatz in Höhe von 14,0 % zuzüglich des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes aufs jeweilige Einkommen fällig, mindestens aber monatlich 142,10 € (14,0 % Beitragssatz auf die gesetzliche Mindesteinkommensgrenze von 1.015 €). Dazu kommt der Beitrag für die Pflegeversicherung (mindestens 25,88 € bzw. 28,42 €).

>> Die freiwillige Mitgliedschaft kannst du hier bei der Techniker Krankenkasse beantragen.

GKV Beiträge für Studenten in der Übersicht

Beitragssatz Bemessungsgrundlage Monatsbeitrag 2018
Familienversicherung 0 € (beitragsfrei)
Pflichtversicherung (KVdS) 10,22 % + kZbs 649 € 66,33 € + kZb
„Übergangstarif“ 10,22 % + kZbs mindestens 1.015 €* mindestens 103,73* + kZb
Freiwillige Versicherung 14,0 % + kZbs mindestens 1.015 €* mindestens 142,10 €* + kZb

kZbs = kassenindividueller Zusatzbeitragssatz
kZb = kassenindividueller Zusatzbeitrag (= kZbs * Bemessungsgrundlage)

*In der freiwilligen Versicherung wird ein fiktives Mindesteinkommen angenommen, das auch für die Beitragsberechnung gilt, wenn dieses vom Versicherten gar nicht erreicht wird. Liegen jedoch beitragspflichtige Einnahmen über der Mindestbemessungsgrundlage vor, so wird anhand von diesem der GKV-Beitrag berechnet. Anders als bei den Pflichtversicherten bildet bei freiwillig Versicherten jedoch nicht nur das Bruttoarbeitsentgelt die Grundlage, sondern die gesamte wirtschaftliche Leistung. Dazu zählen unter anderem auch beispielsweise Einnahmen aus Kapitalvermögen und Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung!

>> Jetzt Krankenversicherungspflicht erfüllen: als Mitglied bei der Techniker Krankenkasse.

Gesetzliche Krankenkasse als Student wechseln

Wer mit seiner gesetzlichen Krankenkasse nicht zufrieden ist, kann natürlich auch als Student in eine andere Krankenkasse wechseln. Leistung und Service können hapern oder der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz mal wieder erhöht worden sein. Der Wechsel selbst ist unkompliziert und risikolos. Und: Anders als in der privaten Kranken­versicherung darf keine gesetzliche Krankenkasse Versicherte ablehnen, egal ob krank oder nicht.

Unser Krankenkassen-Wechsel-Service für Studenten

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Private Zusatzversicherungen sind möglich

Wer die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung aufbessern will, kann natürlich auch eine oder mehrere private Zusatzversicherungen abschließen. Ergänzend zum bestehenden Schutz der Krankenversicherung für Studenten empfiehlt sich in vielen Fällen eine Auslandskrankenversicherung (für Auslandsreisen, Auslandssemester/-praktika) oder eine Zahnzusatzversicherung.

Jedoch ist nicht jede Zusatzversicherung wirklich notwendig, der eigene Bedarf sollte vorher geprüft werden. Das geht über das Formular auf folgender Seite: finanzen.de Krankenzusatzversicherung. Einfach mit den korrekten, eigenen Daten ausfüllen und du wirst kostenfrei von einem Versicherungsvermittler kontaktiert.