Versicherungen für Studenten

Krankenversicherung und Promotion

Der in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung verwendete Begriff des eingeschriebenen Studenten ist nicht deckungsgleich mit den hochschulrechtlichen Begrifflichkeiten. Wer ein Promotionsstudium aufnimmt, dessen Voraussetzung ein abgeschlossenes Studium ist, und dabei an der Hochschule eingeschrieben ist (z. B. um die Universitätseinrichtungen benutzen zu können), gehört im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr zum Personenkreis der ordentlich Studierenden, denn die Promotion dient in der Regel der wissenschaftlichen Qualifikation nach Abschluss des Studiums und gehört nicht mehr zur wissenschaftlichen Ausbildung. Es ist kein „geregeltes“ Studium mit Ausbildungsbezug (BSG, Urteil v. 7.6.2018, B 12 KR 15/16 R).

Die Hochschule teilt deiner gesetzlichen Krankenkasse mit, wenn du ein Promotionsstudium aufnimmst.

Bist du als Doktorand / Promovend jedoch gleichzeitig noch als ordentlich Studierender in einem Studiengang eingeschrieben, kann bei Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen der Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V darüber noch die günstige KVdS (gesetzliche Krankenversicherung der Studenten) genutzt werden.

Aufgrund der Vergleichbarkeit mit einem Promotionsstudium (Förderung des Promotionsvorhabens, überwiegend wissenschaftliche Arbeiten) begründen sowohl ein Meisterschüler- als auch ein Graduiertenstudium keine Versicherungspflicht in der Krankenversicherung der Studenten und führen nicht zu deren Verlängerung.

Entscheidend ist die Finanzierung der Promotion

Wenn du als Doktorand / Promovend eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmst (bspw. als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Lehrstuhl der Hochschule = interne Promotion oder außerhalb = externe Promotion), bist du dadurch gesetzlich krankenversichert. Wer unmittelbar vor Beginn der Promotion pflichtversichert oder freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert war und nicht (weiter) versicherungspflichtig in der GKV ist bzw. wird, z.B. weil du ein Stipendium erhältst und keiner Beschäftigung nachgehst, wird automatisch im Status eines freiwillig Versicherten weiterversichert, wenn auch keine Familienversicherung möglich ist (über ein Elternteil oder den Ehegatten / Lebenspartner). Wer zuvor privat krankenversichert war und wenn keine Versicherungspflicht in der GKV eintritt, bleibt dies auch als Doktorand oder Promovend.

Als Promotionsstudent entfällt die Beschäftigungsmöglichkeit als Werkstudent. Handelt es sich nicht um eine geringfügig entlohnte oder kurzfristige Beschäftigung und liegt die Vergütung innerhalb der Versicherungspflichtgrenze, tritt Versicherungspflicht als Arbeitnehmer ein.

Mitglied bei Deutschlands bester Krankenkasse werden

Wir prüfen, ob du als Doktorand während deiner Promotion Mitglied in Deutschlands bester gesetzlichen Krankenkasse werden kannst und stellen dir anschließend einen vorausgefüllten Mitgliedschaftsantrag zur Verfügung. Dazu bitte einfach das folgende Formular ausfüllen:

Wie bist du aktuell im Krankheitsfall abgesichert?

Stipendium und Sachkostenpauschale

Erhältst du als Doktorand / Promovend ein Stipendium oder eine vergleichbare Förderungsleistung, so löst dies allein ebenfalls keine Versicherungspflicht in der GKV aus.

Das Stipendium gilt bei der Berechnung der Beiträge für die freiwillige Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse in voller Höhe als Einkommen, da es zur Deckung des allgemeinen Lebensunterhalts verwendet werden kann und die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Doktoranden / Promovenden verbessert. Gleiches gilt für die (für Bücher und Arbeitsmittel bestimmte) Sachkostenpauschale (BSG, Urteil v. 7.6.2018, B 12 KR 1/17 R).

Positiv: Steuerfreie Stipendien zählen bei der Familienversicherung in der GKV nicht zum Gesamteinkommen.