Versicherungen für Studenten

Krankenversicherung für Studenten ab 25 Jahren

Die beitragsfreie Familienversicherung über ein Elternteil, das Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland ist, ist für Studenten unter Beachtung der weiteren Voraussetzungen regelmäßig nur bis zum 25. Geburtstag durchführbar.

Wer 25 Jahre alt wird und die Familienversicherung über ein Elternteil nicht verlängert werden kann (siehe nächster Absatz), muss sich im Studium gegen eigenen Beitrag krankenversichern, wenn auch keine Familienversicherung ohne Altersgrenze über den in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversicherten oder freiwillig versicherten Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz möglich ist.

Eine Verlängerung der Familienversicherung in der GKV über ein Elternteil ist möglich, wenn:

  • die Schul- oder Berufsausbildung, wie das Studium, durch Erfüllung einer gesetzlichen Dienstpflicht (Wehrdienst, Zivildienst) unterbrochen oder verzögert wurde → die Zeit der Familienversicherung verlängert sich damit um den entsprechenden Zeitraum des Dienstes, oder
  • die Schul- oder Berufsausbildung, wie das Studium, durch den freiwilligen Wehrdienst nach § 58b des Soldatengesetzes, einen Freiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz, dem Jugendfreiwilligendienstegesetz oder einen vergleichbaren anerkannten Freiwilligendienst oder durch eine Tätigkeit als Entwicklungshelfer im Sinne des § 1 Absatz 1 des Entwicklungshelfer-Gesetzes unterbrochen oder verzögert wurde → die Zeit der Familienversicherung verlängert sich um die tatsächliche Dauer des Dienstes, höchstens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten (nach einem Urteil des LSG Rheinland-Pfalz, 20.08.2015 Az: L 5 KR 149/14 kann der Dienst übrigens auch vor dem 1. Juli 2011 absolviert worden sein), oder
  • du nach § 2 Abs. 1 SGB IX behindert und außerstande bist, dich selbst zu unterhalten → Familienversicherung über ein Elternteil ohne Altersgrenze (die Behinderung muss schon zu einem Zeitpunkt vorgelegen haben, in dem du über ein Elternteil familienversichert warst).

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Was passiert, wenn eine Familienversicherung in der GKV nicht möglich ist?

Wenn du dich nicht (mehr) über ein Elternteil, Ehegatten oder Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz beitragsfrei in der GKV mitversichern kannst, so passiert folgendes:

  • Es tritt für dich Versicherungspflicht in der GKV ein. Voraussetzungen für die Versicherungspflicht als Student nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V sind, dass du:
    • an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule eingeschrieben bist,
    • noch nicht 30 Jahre alt bist,
    • nicht mehr als 14 Fachsemester in deinem Studiengang studiert hast,
    • weder hauptberuflich selbstständig bist, keine andere Versicherungspflicht vorrangig greift und du auch nicht versicherungsfrei, mit Ausnahme von Versicherungsfreiheit nach § 6 Absatz 2 SGB V und § 7 SGB V, bist (ordentlich Studierende, die während des Studiums gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind, sogenannte Werkstudenten, sind zwar versicherungsfrei in der Beschäftigung, bleiben aber als Studierende grundsätzlich versicherungspflichtig) und
    • aufgrund über- oder zwischenstaatlichen Rechts kein Anspruch auf Sachleistungen besteht.

    In diesem Fall versicherst du dich selbst gegen einen günstigen Beitrag bei einer zuständigen gesetzlichen Krankenkasse (Krankenversicherung der Studenten, KvdS). Einen Mitgliedschaftsantrag dafür stellen wir dir hier zur Verfügung.

    Alternativ kannst du dich beim erstmaligen Eintritt der Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V im Studium deines Studiengangs von der Versicherungspflicht befreien lassen. Dies geht auf Antrag bei der Krankenkasse bis zu drei Monate nach Beginn der Versicherungspflicht. Wirkung entfaltet die Befreiung nur, wenn ein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall nachgewiesen wird, der sich lückenlos an die vorherige Versicherung anschließt. Das heißt, du brauchst von deiner privaten Krankenversicherung bspw. eine entsprechende Bestätigung / Nachweis. Sofern du jedoch bereits Leistungen von der gesetzlichen Krankenkasse bezogen hast, gilt die Befreiung mit Beginn des Kalendermonats, der auf die Antragstellung folgt. Die Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der GKV kann nicht widerrufen werden.

  • Ohne eine eintretende Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 bis 12 SGB V (die Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V ist nachrangig) kannst du entweder unter den Voraussetzungen des § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB V jeder nach § 173 SGB V wählbaren Krankenkasse als freiwilliges Mitglied beitreten oder es setzt sich als zuvor gesetzlich Krankenversicherter automatisch gemäß § 188 Absatz 4 SGB V die Versicherung als freiwillige Versicherung bei der bisherigen gesetzlichen Krankenkasse fort, es sei denn, du erklärst innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse über die Austrittsmöglichkeiten deinen Austritt. Der Austritt wird nur wirksam, wenn du das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachweist (zum Beispiel die Folgeversicherungsbestätigung einer privaten Krankenversicherung). Kannst du dich nicht freiwillig gesetzlich krankenversichern, weil du die erforderlichen Vorversicherungszeiten nicht mitbringst und kommt es nicht zur obligatorischen Anschlussversicherung (da du zuvor nicht gesetzlich krankenversichert warst), bleibt die private Krankenversicherung.