Versicherungen für Studenten

Krankenversicherung

Seit Januar 2009 muss sich jeder mit Wohnsitz in Deutschland ausreichend für den Krankheitsfall absichern (allgemeine Krankenversicherungspflicht), auch Studenten. In der gesetzlichen Krankenversicherung geschieht das entweder im Rahmen der beitragsfreien Familienversicherung (über ein pflichtversichertes oder freiwillig versichertes Elternteil, Ehegatten oder Lebenspartner) oder durch eine eigene Mitgliedschaft als Pflichtmitglied oder freiwilliges Mitglied. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich als Student auch privat krankenzuversichern.

Private Krankenversicherung Studenten

Private Studenten Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung bietet Studenten für den Krankheitsfall – im Gegensatz zur GKV – einen individuell angepassten Schutz. Für Studenten gibt es besondere Tarife mit reduzierten Beiträgen…

Gesetzliche Studenten-Krankenversicherung

Gesetzliche Studenten Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung der Studenten (KVdS) bietet bis zum 14. Fachsemester oder 30. Lebensjahr attraktive Beiträge (unter Umständen auch darüber hinaus). Anschließend wird es als freiwilliges Mitglied teurer…

Familienversicherung GKV

Familienversicherung in der GKV

Studenten können sich beitragsfrei über ein Elternteil (bis zum 25. Geburtstag, eventuell auch darüber hinaus), Ehegatten oder Lebenspartner in der GKV familienmitversichern lassen, aber nur wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind…

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Erfülle mit deiner Mitgliedschaft bei der Techniker Krankenkasse jetzt die gesetzliche Krankenversicherungspflicht als Student und wechsel noch heute zu „Deutschlands bester Krankenkasse“ (Focus Money 07/2017). Über 370.000 Studenten haben sich schon für die TK entschieden und profitieren von tollen Leistungen über den gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Hier kannst du dir den Mitgliedschaftsantrag der TK herunterladen. Anschließend einfach direkt am Bildschirm ausfüllen, ausdrucken und unterschrieben per Post an die TK schicken (Techniker Krankenkasse, 20901 Hamburg) oder gebührenfrei faxen (0800 – 285 85 89-692 37).

Einige Vorteile für Studierende bei der Techniker Krankenkasse:

  • Zusatzbeitrag für 2018 auf 0,9 % gesenkt (und damit unter dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz aller gesetzlichen Kassen)
  • Kostenlose Beratung in den Campus-Betreuungsstellen an zahlreichen deutschen Hochschulen
  • Rundum-Schutz im Urlaub oder bei Auslandssemestern
  • Virtuelles GesundheitsCoaching
  • Mehrleistungen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen wie
    • Reiseschutzimpfungen
    • Vorsorgeuntersuchungen, z.B. Hautkrebs-Screening ab 20 Jahren
    • Alternative Heilmethoden wie Homöopathie und Akupunktur

>> Jetzt TK-Mitglied werden: 1. PDF-Antrag herunterladen, 2. ausfüllen, 3. ausdrucken, 4. unterschreiben und 5. per Post an die TK schicken (Techniker Krankenkasse, 20901 Hamburg) oder gebührenfrei faxen (0800 – 285 85 89-692 37).

Keine Einschreibung ohne Versicherung

Jeder Studienbewerber muss sich vor der Einschreibung (Immatrikulation) mit der zuständigen Krankenkasse in Verbindung setzen, um eine Versicherungsbescheinigung zu erhalten. Die Krankenkasse stellt dem Studienbewerber eine Bescheinigung darüber aus,

  • ob er versichert ist oder
  • ob er versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder nicht versicherungspflichtig ist.

Die Versicherungsbescheinigung ist mit den Unterlagen für die Einschreibung der Hochschule vorzulegen. Wird die Hochschule gewechselt, ist eine neue Versicherungsbescheinigung einzureichen.

Studienbewerber erhalten die für die erstmalige Einschreibung erforderliche Versicherungsbescheinigung von der Krankenkasse, bei der sie zum Studienbeginn als Mitglied oder Familienangehöriger versichert sind oder voraussichtlich versichert sein werden.

Die Studienbewerber, die zum Studienbeginn nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, erhalten ihre Versicherungsbescheinigung von der Krankenkasse, bei der zuletzt eine Mitgliedschaft oder Familienversicherung bestand, unerheblich, wie lange die letzte Mitgliedschaft bzw. Familienversicherung zurückliegt. Ist eine letzte Krankenkasse nicht vorhanden, ist eine der wählbaren Krankenkassen für die Ausstellung der Versicherungsbescheinigung zuständig.

Studienbewerber, die sich von der Versicherungspflicht befreien lassen wollen, erhalten ihre Versicherungsbescheinigung von der Krankenkasse, die die Befreiung ausspricht.

Auslandsaufenthalt und Krankenversicherung

Die deutsche gesetzliche Krankenversicherungspflicht von Studierenden bleibt auch bei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt (egal ob Urlaubsreise oder Auslandsstudium) bestehen, wenn die Einschreibung bei der deutschen Hochschule fortbesteht. Der Leistungsanspruch gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse ist dabei grundsätzlich weiter existent, wenn der Aufenthalt in einem Land der EU, des EWR oder in einem anderen Land liegt, mit dem seitens der deutschen Sozialversicherung ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen wurde, das die Krankenversicherung einbezieht.

Im Reiseland besteht jedoch lediglich Anspruch auf diejenigen Sachleistungen, die vor Ort gesetzlich vorgeschrieben sind. Der Leistungskatalog variiert zwischen den Ländern zum Teil beachtlich, sodass es zu hohen landesüblichen Zuzahlungen kommen kann, die man ohne eine private Auslandskrankenversicherung selbst tragen müsste! Dazu gibt es auch Leistungen, die von der GKV in keinem Fall übernommen werden, wie zum Beispiel privatärztliche Behandlung oder ein notwendiger Rücktransport nach Deutschland!

Bei einem Auslandsaufenthalt in anderen als den vorgenannten Ländern ruht hingegen während der Zeit der Leistungsanspruch gegenüber der deutschen gesetzlichen Krankenkasse und eine private Auslandskrankenversicherung wird de facto unerlässlich, da man im Krankheitsfall ansonsten komplett allein auf den Kosten sitzen bleiben würde! Hier geht es zum Tarifvergleich & Angebotsrechner für Auslandskrankenversicherungen. Bestehen bleibt der jederzeitige Leistungsanspruch in Deutschland, zum Beispiel bei einer plötzlichen Rückkehr wegen Erkrankung sowie für gegebenenfalls zurückbleibende mitversicherte Familienangehörige.

Privat krankenversicherte Studenten müssen sich in ihren Versicherungsbedingungen schlau machen, welchen Schutz sie während des Auslandaufenthaltes genießen. Meist ist dieser nur eingeschränkt für wenige Monate vorhanden. Auch dann braucht man eine private Auslandskrankenversicherung.

Krankenversicherung für ausländische Studenten

Jedes Jahr geht nicht nur ein erheblicher Teil deutscher Studenten ins Ausland, auch die Anzahl an Immatrikulationen ausländischer Studenten in der BRD bewegt sich auf einem hohen Niveau. Entsprechend der gesetzlichen Regelungen unterliegen auch ausländische Studenten mit Wohnsitz in Deutschland der Krankenversicherungspflicht. Damit wird an dieser Stelle regelmäßig eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung notwendig.

>> Jetzt Mitglied bei der Techniker Krankenkasse werden und Versicherungspflicht erfüllen

Ausnahme von der Versicherungspflicht

Mit einigen Ländern, darunter den Mitgliedsländern der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, bestehen Sozialversicherungsabkommen: Studenten, die in ihrem Heimatland gesetzlich krankenversichert sind, können sich in dem Fall ihren Versicherungsschutz in Deutschland von einer gesetzlichen Krankenkasse anerkennen lassen. Die dazu notwendigen Dokumente stellt die Krankenkasse im Heimatland aus.

Private Krankenversicherung für ausländische Studenten

In einigen Fällen ist es ausländischen Studenten nicht möglich, sich in Deutschland gesetzlich krankenzuversichern, weil sie nicht von der Versicherungspflicht in der GKV erfasst werden und eine freiwillige Mitgliedschaft aufgrund fehlender Vorversicherungszeiten ausscheidet. Zum Beispiel gilt das für studienvorbereitende Sprachkurse, für den Besuch eines Studienkollegs oder wenn sie zu alt sind (über 30 Jahre).

Da der genannte Personenkreis in der Regel auch nicht von der „echten“ Privaten Krankenversicherung wegen des „befristeten Aufenthaltstitels“ aufgenommen wird, hat die private Versicherungswirtschaft Sondertarife entwickelt. Im Rahmen der sogenannten Reisekrankenversicherung für ausländische Gäste wird Versicherungsschutz für die Dauer von bis zu 5 Jahren angeboten: Tarife und Angebote für eine solche „incoming“ Krankenversicherung findest Du hier.

Krankenversicherung und Beschäftigung / Selbständigkeit

Wer während des Studiums einer abhängigen Beschäftigung oder selbständigen Tätigkeit nachgeht bzw. ein eigenes Einkommen erzielt, muss als Student in Sachen Krankenversicherung einige Dinge beachten.

Eingeschriebene Vollzeit-Studenten, die in der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, sind in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht als Arbeitnehmer versicherungspflichtig (mehrere gleichzeitige Beschäftigungen werden zusammengerechnet!). Sie behalten ihren studentischen Krankenversicherungsschutz. Sie behalten diesen auch, wenn sie mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, diese Mehrstunden aber am Wochenende, in den Abend- und Nachtstunden liegen oder es sich um die Semesterferien handelt. Es darf jedoch nur maximal 26 Wochen im Laufe eines Beschäftigungsjahres mehr als 20 Stunden in der Woche gearbeitet werden, ohne dass der Status als „ordentlich Studierender“ verloren geht. Wer das sogenannte Werkstudentenprivileg nicht erfüllt, kann jedoch sozialversicherungsfrei beschäftigt sein, wenn er einer geringfügig entlohnten (sog. 450 € Minijob mit Pauschalabgaben durch den Arbeitgeber) oder kurzfristigen Beschäftigung (max. 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage) innerhalb der Geringfügigkeitsregeln nachgeht.

Studenten, die sich selbständig gemacht haben, dürfen diese Tätigkeit ebenfalls nicht hauptberuflich ausführen. Ansonsten sind auch sie nicht mehr als Student in der GKV versicherungspflichtig (§ 5 Abs. 5 SGB V). In diesem Fall müssten sie sich freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern, sofern sie nicht als Landwirt, Publizist oder Künstler tätig und damit wiederum versicherungspflichtig sind (§ 5 Absatz 1 Nr. 3 und 4 SGB V).

Für die beitragsfreie Familienversicherung in der GKV ist zusätzlich das sogenannte regelmäßige, monatliche Gesamteinkommen entscheidend. Wer monatlich mehr als 435 € (2018, entspricht 1/7 der monatlichen Bezugsgröße von 3.045 €) einnimmt, verliert als Student seinen beitragsfreien Krankenversicherungsschutz. Bei Ausübung eines Minijobs sind 450 € erlaubt. Dabei zählen nicht nur Einnahmen aus einer selbständigen Tätigkeit oder abhängigen Beschäftigung sondern bspw. auch Einnahmen aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden, usw. nach Abzug des Sparer-Pauschbetrages) oder etwaige Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Von den Bruttoeinnahmen können aber die Werbungskosten abgezogen werden.