Versicherungen für Studenten

Private Krankenversicherung

Eine private Krankenversicherung für Studenten kann einige Vorteile bieten. Denn die PKV ermöglicht, im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung mit ihrem einheitlichen und jederzeit vom Gesetzgeber kürzbaren! Leistungskatalog, einen angepassten sowie garantierten Krankenversicherungsschutz.

Wer im Rahmen des Studiums die private Krankenversicherung als Alternative zur gesetzlichen Krankenkasse ins Auge fasst, sollte das Vorhaben mit einem Versicherungsvermittler (Versicherungsmakler bzw. -vertreter) oder Versicherungsberater durchgehen und sich gut beraten lassen. Nutze dazu einfach den folgenden Online-Tarifvergleich und fordere anschließend eine kostenlose sowie individuelle Beratung an:

Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der GKV

Wer sich als Student gern privat krankenversichern möchte, muss binnen drei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht in der GKV bei der gesetzlichen Krankenkasse einen Antrag auf Befreiung stellen (§ 8 Abs. 1 Nr. 5 und Abs. 2 SGB V). Wird der Antrag genehmigt, gilt die Befreiung für den gesamten versicherungspflichtigen Zeitraum und ist unwiderruflich. Bei einem neuen Studium – z.B. neuer Bachelor oder anschließender Master – kann unter gewissen Voraussetzungen wieder neu entschieden werden, ob man sich von der Versicherungspflicht befreien lässt.

PKV ohne Versicherungspflicht in der GKV

Eine weitere Möglichkeit zum Abschluss einer privaten studentischen Krankenversicherung besteht, wenn keine gesetzliche Versicherungspflicht in der GKV eintritt (z.B. wenn die Hochschule nicht staatlich anerkannt ist) oder diese endet (also bspw. mit dem 15. Fachsemester oder dem 30. Geburtstag; Verlängerung der Versicherungspflicht möglich, sofern die Art der Ausbildung oder familiäre sowie persönliche Gründe, insbesondere der Erwerb der Zugangsvoraussetzungen in einer Ausbildungsstätte des Zweiten Bildungswegs, die Überschreitung der Altersgrenze oder eine längere Fachstudienzeit rechtfertigen).

Für welche Studenten eignet sich die PKV?

Im Gegensatz zur GKV muss eine Private Krankenversicherung, mit Ausnahme der Aufnahmeverpflichtung im Basistarif, nicht jeden Studenten „nehmen“. Der Beitrag ist auch für Studierende vom gewählten Tarif, Eintrittsalter und Gesundheitszustand abhängig. Kinder sind immer mit einem eigenen Beitrag abzusichern, eine beitragsfreie Familienversicherung wie in der GKV gibt es nicht.

Mit der Wahl eines entsprechenden Selbstbehaltes kann auf die Höhe der Beiträge aktiv Einfluss genommen werden. Zudem gibt es je nach Tarif die Möglichkeit, eine Beitragsrückerstattung zu erhalten, wenn in einem Jahr keine Leistungen von der Versicherung in Anspruch genommen wurden.

Der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung kann für Studenten durchaus sinnvoll sein. Wer sich zum Beispiel bewusst für ein bestimmtes Leistungspaket im Krankheitsfall entscheiden möchte, kann das mit einem entsprechenden PKV-Tarif realisieren. Für beihilfeberechtigte Studenten, die ja nur eine Restkostenversicherung benötigen (da die Beihilfe des Elternteils einen großen Teil der Krankheitsabsicherung übernimmt), können sich direkt niedrigere Beiträge als in der GKV ergeben, die nur „Vollversicherungen“ kennt.

Der frühe Abschluss einer PKV als Student hat zudem den Vorteil, dass man so seinen oftmals noch guten Gesundheitszustand und das niedrige Eintrittsalter konservieren kann. Und das geht so: Wer nach dem Ende des Studiums wieder in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig wird, kann eine sogenannte Anwartschaftsversicherung bei seinem Versicherungsunternehmen abschließen und profitiert später davon, wenn mit den Jahren vielleicht irgendwann keine Versicherungspflicht mehr vorliegt, weil die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG, auch Versicherungspflichtgrenze genannt) überschritten wurde. In diesem Fall kann dann die Private Krankenversicherung zu niedrigeren Beiträgen im Vergleich zu Neukunden und ohne erneute Gesundheits-/Risikoprüfung aufleben bzw. fortgesetzt werden!

Tarifangebot für Studenten in der PKV

Studenten haben bei der Privaten Krankenversicherung prinzipiell die „Wahl“ zwischen den unternehmenseigenen Normaltarifen, den speziellen Ausbildungs- / Studientarifen (sofern von der Gesellschaft angeboten, regelmäßig ohne Bildung von Alterungsrückstellungen und bis zu einem Höchstalter / Studienabschluss) sowie dem verbandseinheitlichen Tarif PSKV.

PSKV: Verbandseinheitlicher PKV-Tarif für Studenten

Einige privaten Krankenversicherer, das heißt nicht alle Gesellschaften, bieten den verbandseinheitlichen Tarif für Studierende (PSKV) an. Dessen Leistungen und Beiträge sind bei allen beteiligten Unternehmen gleich. Er kann unabhängig von der Zahl der absolvierten Semester bis zum 34. Lebensjahr gewählt werden und ist eher für bisher privatversicherte Studenten gedacht, die nach dem Ende der Beihilfeversicherung aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht mehr in eine andere Gesellschaft oder Tarif wechseln können.

Der PSKV-Tarif ist in seinen Leistungen sehr stark beschränkt. Wichtig ist unter anderem die Begrenzung in der GOÄ auf maximal den 1,7 und in der GOZ maximal den 2,0 fachen Faktor. Das heißt, alle Arztleistungen die für Privatpatienten üblicherweise darüber abgerechnet werden, sind nicht erstattungsfähig. Im Krankenhaus umfasst der PSKV-Tarif die allgemeinen Krankenhausleistungen, nicht jedoch die Wahlleistungen (wie Chefarztbehandlung und Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer).

Der geschlechtsunabhängige Monatsbeitrag für Neuzugänge nach dem 1. April 2017 im PSKV-Tarif beträgt:

  • 68,07 Euro im Alter von 16 – 19 Jahren
  • 86,98 Euro im Alter von 20 – 24 Jahre
  • 114,27 Euro im Alter von 25 – 29 Jahren
  • 146,10 Euro im Alter von 30 – 34 Jahren

Im Gegensatz zu den Normaltarifen gibt es im Studententarif keine Wartezeiten bis medizinische Leistungen in Anspruch genommen werden können. Für Kinder (0 – 15 Jahre alt) von Versicherten im PSKV ist ein eigener Beitrag von einheitlich 120,07 Euro zu entrichten. Ein mögliches direktes Abrechnungsverfahren zwischen Ärzten und Krankenversicherungsunternehmen bei Rechnungen bis zur Höhe der versicherten Gebührensätze vermeidet die Vorleistungspflicht der Studierenden.

Versicherungsmöglichkeiten PKV & GKV im Studium

  • Studienbeginn: Wenn möglich, beitragsfreie Familienversicherung in der GKV. Ansonsten wenn möglich, Pflichtversicherung in der GKV. Bei Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, Private Krankenversicherung. Bei keinem Erfassen von der Versicherungspflicht in der GKV (bspw. Student ist bei Einschreibung 30 oder älter oder Hochschule ist nicht staatlich anerkannt), freiwillige Mitgliedschaft in der GKV oder Private Krankenversicherung.
  • Ende der Familienversicherung in der GKV: Bei eintretener Versicherungspflicht in der GKV entweder Pflichtmitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse oder nach Befreiung in die PKV. Tritt keine Versicherungspflicht in der GKV ein (bspw. schon 14. Fachsemester erreicht), Abschluss einer privaten Krankenversicherung oder freiwillige Versicherung in der GKV.
  • Ende der Versicherungspflicht in der GKV: Freiwilliges Mitglied in der GKV oder private Krankenversicherung.
  • WICHTIG: Die Entscheidung für eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der GKV gilt unwiderruflich für die gesamte Dauer des Studiums! Die Befreiungswirkung endet erst bei einer sozialversicherungsrechtlich relevanten Unterbrechung oder nach Ende des Studiums (Exmatrikulation) mit dem Vorliegen eines anderen Versicherungspflichttatbestandes.