Versicherungen für Studenten

Krankenkasse wechseln als Student

Selbstverständlich kannst du auch als Student, der pflichtversichertes oder freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist, deine Krankenkasse wechseln, wenn du mit deiner bisherigen nicht mehr zufrieden bist. Bei Ausübung des Krankenkassenwahlrechts gelten für Studenten die selben „Regeln“ wie für andere Personengruppen. Der Wechsel selbst ist unkompliziert und risikolos. Und: Keine gesetzliche Krankenkasse darf einen Versicherten ablehnen, auch wenn du beispielsweise chronisch krank sein solltest.

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Familienversicherte können ihre Krankenkasse nicht selbständig wechseln, da die beitragsfreie Mitversicherung über einen Familienangehörigen immer zwingend bei der gesetzlichen Krankenkasse des Mitglieds besteht, von dem die Familienversicherung abgeleitet wird (Elternteil oder Ehegatte bzw. Lebenspartner nach dem LPartG). Wechselt jedoch der Stammversicherte seine Krankenkasse, so wechselt auch der familienmitversicherte Student.

Bindungsfrist

Die Bindungsfrist bedeutet, dass du als pflichtversichertes oder freiwilliges Mitglied deine Krankenkasse regulär erst nach 18 Monaten Mitgliedschaft wechseln kannst. Durch die Teilnahme an Wahltarifen kann die Bindungsfrist bis zu drei Jahre ab Beginn des Wahltarifs betragen, bevor die Krankenkasse von dir gewechselt werden darf.

Sonderkündigungsrecht

Erhebt deine Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag oder erhöht sie diesen, so hast du ein Sonderkündigungsrecht. Die Besonderheit dabei ist, dass in diesem Fall für den Krankenkassenwechsel die Bindungsfrist nicht eingehalten werden muss. Ein Wechsel der Krankenkasse ist also schon vor Ablauf der Bindungsfrist möglich. Eine Sonderregelung gibt es beim Wahltarif Krankengeld. Hier müssen Versicherte immer die Bindungsfrist ihrer Krankenkasse einhalten.

Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts muss die Kündigung bis zum Ablauf des Monats erklärt werden, für den die Krankenkasse den Zusatzbeitrag einführt oder erhöht. Ein Beispiel: Die Krankenkasse erhöht den Zusatzbeitrag zum 01.01., die Kündigung muss bis spätestens 31.01. erklärt werden.

Kündigungsfrist

Bei einem Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse ist die Kündigungsfrist zu beachten: eine Kündigung ist zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats möglich, gerechnet von dem Monat, in dem du die Kündigung erklärst. Dies gilt für jede Form der Kündigung, also egal ob Sonderkündigung oder „regulär“.

Um also beispielsweise direkt nach 18 Monaten Mitgliedschaft deine gesetzliche Krankenkasse zu wechseln, müsste bis spätestens Ende des 16. Mitgliedschaftsmonats deine Kündigung bei deiner bisherigen Krankenkasse eingegangen sein.

Innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Kündigung muss deine alte Krankenkasse die Kündigung bestätigen.

Neumitgliedschaft beantragen, Mitgliedschaftsbescheinigung

Nach Erhalt der Kündigungsbestätigung beantragst du bei deiner neuen Krankenkasse die Mitgliedschaft und legst die Kündigungsbestätigung der alten Kasse vor.

Bis zum Ende der Kündigungsfrist, in unserem obigen Beispiel bis Ende des 18. Monats, musst du deiner alten Krankenkasse eine Mitgliedsbescheinigung deiner neuen Krankenkasse vorlegen, damit die Kündigung auch wirklich wirksam wird und du mit dem ersten Tag des nächsten Monats Mitglied bei deiner neuen Krankenkasse bist.

Sofortiges Krankenkassenwahlrecht ohne Kündigung

Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts vom 11.09.2018 (B 1 KR 10/18 R) kannst du deine Krankenkasse sofort und ohne Kündigung wechseln, sofern die Mindestbindungsfrist erfüllt wurde (siehe oben) und die vorherige Mitgliedschaft kraft Gesetzes endete (z.B. durch das Ende eines versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses oder Bezuges von Arbeitslosengeld/Arbeitslosengeld II). Das heißt, dass wenn du beispielsweise zum Studienbeginn neu versicherungspflichtig wirst und deine gesetzliche Krankenkasse wechseln möchtest, nicht mehr (vorausschauend) kündigen brauchst. Es reicht aus, wenn du spätestens bis zwei Wochen nach Eintritt der Versicherungspflicht deinen Beitritt gegenüber der neuen Krankenkasse erklärst.

Dementsprechend ist eine Kündigung zur Ausübung des Kassenwahlrechts Versicherungspflichtiger nach Ablauf der gesetzlichen Mindestbindungsfrist nur notwendig, wenn die bisherige Mitgliedschaft nicht kraft Gesetzes geendet hat, also bei unverändertem Fortbestehen des schon bisher Versicherungspflicht begründendenen Sachverhalts.

Bei Ende der Familienversicherung Wechsel ohne Kündigung

Bist du über ein Elternteil, deinen Ehegatten oder Lebenspartner beitragsfrei in dessen Krankenkasse mitversichert und endet deine Familienversicherung, so musst du nicht extra kündigen. Du kannst dich dann einfach für eine nach § 173 SGB V wählbare Krankenkasse entscheiden. Melde dich am besten frühstmöglich vor Ende der Familienversicherung bei uns:

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Bitte füll das folgende Formular aus und wir prüfen eine Mitgliedschaft bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse für dich:

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