Versicherungen für Studenten

Dread-Disease-Versicherung

Noch relativ unbekannt in Deutschland ist die sogenannte Dread-Disease-Versicherung, übersetzt in etwa „Versicherung gegen gefürchtete Krankheiten“. Sie ist auch für Studenten eine Alternative oder Ergänzung zur Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung, selbst wenn der Absicherungsgedanke ein etwas anderer ist.

Mit dem nachfolgenden Angebotsrechner hast du direkt die Möglichkeit, einen Dread-Disease-Versicherungsvergleich kostenlos und unverbindlich anzufordern:

Woher kommt die Dread-Disease-Versicherung?

Die Dread-Disease-Versicherung, kurz DDV, hat ihren Ursprung in Südafrika, wo sie Anfang der Achtzigerjahre erstmals angeboten wurde. Seitdem hat sich die spezielle „Schwere-Krankheiten-Vorsorge“ insbesondere im angloamerikanischen Raum, also vorwiegend in den USA und Großbritannien, ausgebreitet. Hierzulande darf die Versicherung seit 1993 verkauft werden.

Wann und was leistet die Dread-Disease-Versicherung?

Während bei der Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatlich vereinbarte BU-Rente ausgezahlt wird, wenn Du berufsunfähig im Sinne der Versicherungsbedingungen geworden bist, ist die Leistungsvoraussetzung bei der Dread-Disease-Versicherung das reine Eintreten einer schweren Erkrankung. Üblicherweise sind bei der Dread-Disease-Versicherung mindestens 30 versichert, darunter oft:

  • Krebs
  • Herzinfarkt
  • Multiple Sklerose
  • Schlaganfall
  • Lebererkrankungen
  • Schwere Lungenerkrankungen
  • Parkinson
  • Alzheimer

Im Versicherungsfall zahlt die Versicherungsgesellschaft eine vorher festgelegte Versicherungssumme einkommensteuerfrei zur beliebigen Verwendung aus. Eine prozentuale, jährliche Erhöhung der Versicherungssumme kann meist optional bei Versicherungsabschluss mitvereinbart werden (sogenannte Dynamik, Inflationsschutz). Zudem gibt es Nachversicherungsgarantien, die zu bestimmten Zeitpunkten und Anlässen (wie beispielsweise Beendigung des Studiums, Aufnahme einer Berufstätigkeit, Heirat, Geburt, …) ebenfalls eine Anhebung der Kapitalleistung ohne erneute Gesundheitsprüfung ermöglichen. So kann man als Student erstmal eine niedrigere Versicherungssumme wählen, um den Monatsbeitrag möglichst gering zu halten und dann später bedarfsgerecht anpassen. Ein Todesfallschutz kommt Hinterbliebenen bei der Dread-Disease-Versicherung zu Gute.

„Bauarten“: Haupt- vs. Zusatzversicherung, fondsgebunden?

Wie Du es vielleicht schon einmal bei der Berufsunfähigkeitsversicherung gesehen hast, wird auch die Dread-Disease-Versicherung oftmals entweder als einzelne, selbständige Versicherung und somit als Hauptversicherung angeboten oder alternativ als Zusatzversicherung, die Teil eines anderen Hauptvertrages ist. Ob Du dich allerdings für eine eigenständige Versicherung oder für eine Zusatzversicherung, beispielsweise im Zuge einer Kapitallebensversicherung, entscheidest, musst du letztendlich selbst abwägen.

Die Dread-Disease-Versicherung als Zusatzversicherung ist zwar meistens kostengünstiger, weil sie eben nur ein Bestandteil einer anderen Hauptversicherung ist. Auf der anderen Seite beinhalten solche Zusatzversicherungen aber mitunter weniger Leistungen oder sind in einer gewissen Art und Weise an die Hauptversicherung gebunden (zum Beispiel eventuell keine separate Kündigung möglich). Wenn du also eine möglichst gute Absicherung durch die Dread-Disease-Versicherung haben möchtest, ist eher eine selbstständige Versicherung empfehlenswert.

Ein weiterer Punkt: Bei fondsgebundenen Dread-Disease-Produkten kann der Versicherer die Beiträge anheben, wenn durch die Entwicklung des Fonds dessen Vermögen nicht mehr ausreicht, um Risiko und Kosten zu decken. Kannst du als Versicherungsnehmer den höheren Beitrag nicht mehr zahlen, wird die Versicherungssumme gesenkt. Im schlimmsten Fall erlischt der Schutz sogar. Es gibt aber auch die Möglichkeit von Fondsgewinnen und dass du an den Überschüssen beteiligt wirst. Bei nicht-fondsgebundenen Produkten gibt es für den Versicherer aber auch die Option, die zu zahlende netto-Prämie anzuheben, wenn beispielsweise mehr Versicherungsfälle als ursprünglich angenommen und kalkuliert eintreten.

Wonach richten sich die Beiträge?

Da es sich bei der Dread-Disease-Versicherung um eine biometrische Risikoversicherung handelt, richten sich die zu zahlenden Beiträge nach ganz ähnlichen Kriterien, wie beispielsweise bei der privaten Krankenversicherung. Dies bedeutet, dass die Höhe der Versicherungsprämien vom Alter und Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Abschlusses abhängig sind. Darüber hinaus wirken sich natürlich Versicherungssumme, Laufzeit des Vertrages und die genauen Leistungsbestandteile ebenfalls auf die Höhe der Beiträge aus.

Günstige Dread-Disease-Versicherungen gibt es heute zum Beispiel für Studenten im Alter von 25 Jahren mit einem durchschnittlichen Leistungsniveau schon ab etwa 30 Euro im Monat.

Für wen ist eine Dread-Disease-Versicherung geeignet?

Die meisten Experten sehen die Dread-Disease-Versicherung erst als dritte Wahl zur Arbeitskraftabsicherung nach der Berufsunfähigkeits– und der Erwerbsunfähigkeitsversicherung an. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass über die Dread-Disease-Versicherung beispielsweise psychische Erkrankungen und sogenannte Volksleiden wie Diabetes oder Probleme mit dem Muskel- und Gelenkapparat oft nicht abgesichert sind, die jedoch immer öfter der Grund für Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit sind.

Als Vorteil der Dread-Disease-Versicherung ist zu nennen, dass eben auch bei Eintritt schwerer Krankheiten eine Leistung erbracht wird, falls diese nicht zur Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit führen. Durch die freie Verwendung der steuerfreien Versicherungssumme können teure Behandlungsmaßnahmen (Spezialisten, hierzulande noch nicht zugelassene Medikamente, usw.), Umbauten, Pflegepersonal oder ein (vorübergehender) Einkommensverlust finanziert werden. Ein weiteres Plus ist der vergleichsweise klar definierte Leistungsfall: Wer die Diagnose einer schweren Krankheit erhält und diese eine bestimmte Zeit lang überlebt (Karenzzeit), bekommt die Versicherungssumme ausbezahlt. Voraussetzung ist jedoch, dass die Wartezeit für diese Erkrankung bereits abgelaufen ist, also die Zeit zwischen Versicherungsbeginn und dem Anfang des Versicherungsschutzes. Ansatzpunkte für Streit gibt es ansonsten bei der DDV relativ wenige, außer die genaue Definition eines Krankheitsbilds.

Nochmal zusammengefasst: Die Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung schützen durch monatliche Rentenauszahlungen bei Einkommensverlust, wenn man nicht mehr arbeiten kann, sie sind erste bzw. zweite Wahl bei der Absicherung der Arbeitskraft. Die Dread-Disease-Versicherung leistet dagegen bei definierten schweren Erkrankungen eine Einmalzahlung, mit denen Kosten gedeckt werden können, die durch eine schwere Krankheit auf einen zukommen können.

Die Dread-Disease-Versicherung ist für dich als Student im Wesentlichen also dann empfehlenswert, wenn Du dich aufgrund bestimmter Umstände (zum Beispiel aufgrund von Vorerkrankungen) nicht gegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit versichern kannst oder wenn in der Familie entsprechende Gesundheitsprobleme vorkommen. Ebenfalls sinnvoll ist die DDV als Ergänzung zu einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

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